Schule am Marsbruch zu Besuch im Hilfsmittellabor
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Im StudyLab erhielten die Teilnehmenden unter anderem die Möglichkeit, Formen von Beeinträchtigung selbst nachzuempfinden. Mithilfe von Simulationsbrillen konnten sie beispielsweise visuelle Einschränkungen erleben und so ein besseres Verständnis für verschiedene Barrieren im Alltag entwickeln.
Schwerpunkt des Besuchs bildete jedoch die Erkundung der vielfältigen Stationen des Hilfsmittellabors. Dabei stand das Ausprobieren ausdrücklich im Vordergrund: Die Teilnehmenden konnten unterschiedliche assistive Technologien selbst testen und so deren Funktionsweise unmittelbar nachvollziehen.


Im Bereich „Küche“ wurden alltagsnahe Unterstützungsangebote vorgestellt, die das selbstständige Zubereiten und Essen erleichtern. Ein besonderes Interesse galt dabei dem Essroboter Obi, der mithilfe einer einfachen Steuerung das eigenständige Essen ermöglicht und dadurch mehr Selbstbestimmung im Alltag möglich machen kann.
Auch Mobilität und Orientierung spielten eine große Rolle. Der Laserlangstock sowie ein Navigationsgürtel boten Einblicke in moderne technische Entwicklungen, die Menschen mit Sehbeeinträchtigungen bei der Navigation unterstützen können. Die Schüler*innen konnten dabei selbst erleben, wie sich Bewegungsabläufe und räumliche Orientierung verändern, wenn zusätzliche technische Hilfen eingesetzt werden.
Auch assisitive Technologien für den Bereich digitale Teilhabe und Kommunikation standen den Schülern und Schülerinnen zur Verfügung. Hier konnten die Teilnehmenden eigenständig Braille-Dokumente erstellen und so einen Zugang zur Schrift- und Informationswelt von blinden und seheingeschränkten Menschen finden. Ebenso wurden alternative Eingabegeräte zur Computersteuerung ausprobiert, die zeigen, wie digitale Systeme an unterschiedliche motorische Fähigkeiten angepasst werden können.
Ein besonderes Highlight war der Roboterarm Jaco, mit dem die Schüler*innen spielerisch Aufgaben wie das Stapeln von Bausteinen lösen konnten, was sehr motiviert in Anspruch genommen wurde.


Großen Anklang fanden zudem die sozialen Roboter. Die humanoiden Roboter Pepper und NAO wurden mit viel Neugier und Begeisterung getestet und sorgten für zahlreiche Interaktionen und Gespräche. Ebenso zogen die therapeutische Roboter-Robbe Paro sowie die Companion Cat die Aufmerksamkeit der Gruppe auf sich und wurden schnell zu kleinen Publikumslieblingen.
Der Besuch im Hilfsmittellabor bot damit eine lebendige Mischung aus Perspektivwechsel, technischer Erfahrung und Reflexion über Teilhabe. Besonders im Kontext der Projektwoche zum Thema „Ableismus“ wurde deutlich, wie wichtig es ist praktisch zu erfahren und zu erleben, wie vielfältig und kreativ technologische Unterstützung heute bereits sein kann.

