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Fakultät Rehabilitationswissenschaften

Schule am Marsbruch zu Besuch im Hilfsmittellabor

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Eine Person hockt in einem Büro auf Augenhöhe mit einem kleinen humanoiden Roboter. Im Hintergrund sind Schreibtische mit Computermonitoren, Schränke, Pflanzen und große Fenster zu sehen. © Dziarstek​/​TU Dortmund
Sandra Theimann-Grey stellt den sozialen Roboter NAO vor.
Am 11.06.2026 durfte unser Fachgebiet der TU Dortmund die Klasse AST B der Schule am Marsbruch (LWL-Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung) im Hilfsmittellabor begrüßen. Im Rahmen ihrer Projektwoche zum Thema „Ableismus“ verbrachten sie einen spannenden und erkenntnisreichen Vormittag im StudyLab, bei dem das praktische Erleben von möglichen Barrieren und die Zuhilfenahme assistiver Technologien im Mittelpunkt standen.

Im StudyLab erhielten die Teilnehmenden unter anderem die Möglichkeit,  Formen von Beeinträchtigung selbst nachzuempfinden. Mithilfe von Simulationsbrillen konnten sie beispielsweise visuelle Einschränkungen erleben und so ein besseres Verständnis für verschiedene Barrieren im Alltag entwickeln. 

Schwerpunkt des Besuchs bildete jedoch die Erkundung der vielfältigen Stationen des Hilfsmittellabors. Dabei stand das Ausprobieren ausdrücklich im Vordergrund: Die Teilnehmenden konnten unterschiedliche assistive Technologien selbst testen und so deren Funktionsweise unmittelbar nachvollziehen. 

Es ist eine Sprechblase zu sehen mit dem Text "•	Mein Highlight war der Roboterarm. Es war richtig cool, Türme mit diesem zu bauen." © RT​/​TU Dortmund
Es ist eine Sprechblase zu sehen mit dem Text: "•	Ich fand es sehr interessant, den Langstock auszuprobieren. Es war komisch, nichts sehen zu können und nur auf den Stock angewiesen zu sein." © RT​/​TU Dortmund

Im Bereich „Küche“ wurden alltagsnahe Unterstützungsangebote vorgestellt, die das selbstständige Zubereiten und Essen erleichtern. Ein besonderes Interesse galt dabei dem Essroboter Obi, der mithilfe einer einfachen Steuerung das eigenständige Essen ermöglicht und dadurch mehr Selbstbestimmung im Alltag möglich machen kann.

Auch Mobilität und Orientierung spielten eine große Rolle. Der Laserlangstock sowie ein Navigationsgürtel boten Einblicke in moderne technische Entwicklungen, die Menschen mit Sehbeeinträchtigungen bei der Navigation unterstützen können. Die Schüler*innen konnten dabei selbst erleben, wie sich Bewegungsabläufe und räumliche Orientierung verändern, wenn zusätzliche technische Hilfen eingesetzt werden.

Auch assisitive Technologien für den Bereich digitale Teilhabe und Kommunikation standen den Schülern und Schülerinnen zur Verfügung. Hier konnten die Teilnehmenden eigenständig Braille-Dokumente erstellen und so einen Zugang zur Schrift- und Informationswelt von blinden und seheingeschränkten Menschen finden. Ebenso wurden alternative Eingabegeräte zur Computersteuerung ausprobiert, die zeigen, wie digitale Systeme an unterschiedliche motorische Fähigkeiten angepasst werden können.

Ein besonderes Highlight war der Roboterarm Jaco, mit dem die Schüler*innen spielerisch Aufgaben wie das Stapeln von Bausteinen lösen konnten, was sehr motiviert in Anspruch genommen wurde. 

Es ist eine Sprechblase zu sehen mit dem Text: "Die Roboter waren interessant. Was die alles können, war beeindruckend, aber auch gruselig. Ein Roboter hat unsere Lehrerin die ganze Zeit angestarrt." © RT​/​TU Dortmund
Es ist eine Sprechblase zu sehen mit dem Text: "Es war cool, mit einer Schreibmaschine die Braille-Schrift zu schreiben. Man muss gut überlegen, welche Tasten man drücken muss" © RT​/​TU Dortmund

Großen Anklang fanden zudem die sozialen Roboter. Die humanoiden Roboter Pepper und NAO wurden mit viel Neugier und Begeisterung getestet und sorgten für zahlreiche Interaktionen und Gespräche. Ebenso zogen die therapeutische Roboter-Robbe Paro sowie die Companion Cat die Aufmerksamkeit der Gruppe auf sich und wurden schnell zu kleinen Publikumslieblingen.

Der Besuch im Hilfsmittellabor bot damit eine lebendige Mischung aus Perspektivwechsel, technischer Erfahrung und Reflexion über Teilhabe. Besonders im Kontext der Projektwoche zum Thema „Ableismus“ wurde deutlich, wie wichtig es ist praktisch zu erfahren und zu erleben, wie vielfältig und kreativ technologische Unterstützung heute bereits sein kann.